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Letzte Aktualisierung: 28.7.2010

- Perseiden-Sternschnuppen im August
- Jupiter am Abendhimmel
- Venus am Abendhimmel
- Der Hantelnebel
- Der Kugelsternhaufen M 13

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Perseiden-Sternschnuppen im August

Optimale Bedingungen für die Beobachtung der Perseiden-Meteore herrschen in diesem Jahr: Das Maximum der Sternschnuppen-Aktivität fällt in eine mondlose Zeit, d.h. der Erdtrabant wird mit seiner Helligkeit nicht stören. 

Das eigentliche Maximum wird für die Nacht vom 12.  auf den 13. August 2010 zwischen 1h30 und 4h00 MESZ prognostiziert. Aber auch in den Tagen davor und danach dürfte sich der Blick zum Himmel lohnen. 

Je dunkler der Himmel ist, desto mehr Meteore sind zu sehen. Bei sehr guten Bedingungen weit abseits der Siedlungen mit ihrer künstlichen Beleuchtung können etwa 100 Sternschnuppen pro Stunde zu beobachten sein. 

Die Perseiden sind nach dem Sternbild Perseus benannt, aus dem sie herauszuströmen scheinen. Es handelt sich um winzige Partikel des Kometen Swift-Tuttle, dessen Bahn die Erde jedes Jahr im August kreuzt. 


Sternschnuppe am 10. Juli 2010.
M. Dähne


Jupiter am Abendhimmel

Der Riesenplanet Jupiter geht immer früher auf und wird im August und September zum dominierenden Gestirn. 

Im Teleskop zeigen sich die vier größten Jupitermonde und einige Wolkenbänder in der Jupiteratmosphäre. 

Am 21. September steht er der Sonne genau gegenüber (Oppositionsstellung) und ist die ganze Nacht zu sehen. In der selben Nacht steht auch Uranus in Opposition zur Sonne, der am Himmel knapp neben Jupiter zu finden ist; um ihn zu sehen benötigt man allerdings ein Fernglas oder Fernrohr.


Venus am Abendhimmel

Unser innerer Nachbarplanet steht in den kommenden Monaten abends tief in westlicher Richtung.  Der 'Abendstern' ist aufgrund seiner Helligkeit das erste Gestirn, das man nach Sonnenuntergang sehen kann. 

Die dichte Venus-Atmosphäre verhindert einen Blick auf die Oberfläche des Planeten, doch die unterschiedlichen Lichtgestalten - die Phasen - sind im Teleskop gut zu erkennen.


Venus im Jahr 2009.
M. Dähne


Der Hantelnebel

Im unscheinbaren Sternbild Füchslein, das im Sommer am Abendhimmel zu finden ist, befindet sich einer der hellsten und grössten Planetarischen Nebel: Der Hantelnebel. 

Als Planetarische Nebel bezeichnet man Sterne, die den Grossteil ihres Brennstoffes aufgebraucht haben und ihre äusseren Schichten in den Weltraum abstossen. Diese aufgeblähten Gashüllen lassen sich mit Teleskopen in Form kleiner, oft sehr symmetrischer Nebel beobachten. Mit Planeten haben diese Objekte allerdings nichts zu tun - der Name 'Planetarischer Nebel' ist lediglich historisch bedingt. 

Der Hantelnebel ist etwa 1.200 Lichtjahre entfernt. Auf Fotos ist exakt in der Mitte des Nebels ein Stern zu sehen, der Zentralstern. Dies ist der Kern des ehemaligen Sternes, der nun freigelegt wurde. Im Teleskop kann man recht gut die zweigeteilte 'Hantel'-Form erkennen.


M. Dähne


Der Kugelsternhaufen M 13

Wie der Name schon sagt – Kugelsternhaufen sind Sternansammlungen in kugeliger Struktur. Diese Objekte sind die ältesten Sternhaufen in unserer Galaxis. Die Sterndichte in diesen Gebilden ist im Zentrum etwa 10.000fach höher als in der Umgebung unserer Sonne. Im Falle von M 13 drängen sich eine Million Sterne auf ein Gebiet von ungefähr 100 Lichtjahren Durchmesser zusammen. 

Im Frühjahr ist es insbesondere dieser im Sternbild Herkules gelegene Vertreter der Kugelhaufen, der sehr schön in den Fernrohren der Sternwarte zu beobachten ist. Nur in den Aussenbereichen ist die Auflösung in einzelne Sterne möglich. 

M 13 ist ungefähr 30.000 Lichtjahre entfernt und wenn man weiß, wo man suchen muss, ist der Kugelsternhaufen als nebliges Sternchen auch schon in einem Fernglas zu sehen. 


R. Klemm