Dieser respektable Sonnenfleck
war am 23. März 2010 für über eine Woche auf der uns zugewandten
Seite der Sonnenoberfläche zu sehen. Mit 5000° ist das Innere
der Sonnenflecke etwa 1000° kühler als die übrige Sonnenoberfläche.
Obwohl diese Objekte also abgekühlte Bereiche der Sonnenoberfläche
darstellen, sind sie, ganz im Gegenteil wie man vermuten könnte, Zeichen
erhöhter Sonnenaktivität. Wir befinden uns in der frühen
Phase aufsteigender Sonnenaktivität und rechnen in den nächsten
Monaten und Jahren mit dem verstärkten Auftreten von Sonnenflecken,
die wir unseren Besuchern bei den 'Sonnenbobachtungstagen' im Juni und
Juli zeigen wollen.
Am 8. April 2010 war diese schöne
Sonnenprotuberanz über einige Stunden hinweg zu beobachten. Innerhalb
von Minuten verändern sich die Strukturen eines solchen eruptionsartigen
Vorganges. Sonnenmaterie kondensiert entlang von gigantischen Magnetfeldstrukturen,
die sich weit über die Sonnenoberfläche
hinaus erstrecken. Die Protuberanz vom 8. April war ungefähr 70.000
km hoch. Manche Protuberanzen erheben sich aber auch weit mehr als 200.000
km über die Sonnenoberfläche.
Fotos: R. Klemm