Ereignisse 2006 - 1. Jahreshälfte 

- Jupiter
- Komet Schwassmann-Wachmann 3
- Sonnenaktivität
- Sonnenfinsternis vom 29. März 2006
- Totale Halbschattenfinsternis des Mondes vom 14./15. März 2006
- Saturn
- Mars
 


Jupiter
 

Jupiter am 17. Mai 2006.
Unten links ist der Jupiter-Mond Io und dessen 
Schatten zu sehen. 
Aufgenommen mit einer Digitalkamera am Refraktor 
der Sternwarte Passau.
R. Klemm

Jupiter am 14. Mai 2006.
Rechts oben der Jupitermond Ganymed.
Zeichnung nach Beobachtung mit 
einem 35cm-Newton-Spiegelteleskop.
M. Dähne

Jupiter am 9. Juni 2006.
Webcam an einem 15cm-Maksutov-Teleskop.
M. Dähne

Jupiter am 10. Juni 2006.
Webcam an einem 15cm-Maksutov-Teleskop.
M. Dähne


Jupiter am 12. Juni 2006.
Webcam an einem 15cm-Maksutov-Teleskop.
M. Dähne


Komet Schwassmann-Wachmann 3
 
 


Bruchstück C von 
Schwassmann-Wachmann 3. 
Aufgenommen am 2. Mai 2006 mit einer 
CCD-Kamera an einem 20cm-SC-Teleskop.
M. Dähne


Sonnenaktivität
 
Die Sonne Anfang April 2006.
Webcam-Aufnahmen durch einen 80mm-Refraktor 
mit H-Alpha-Filter.
M. Dähne



Die Sonne am 21. April 2006.
Webcam-Aufnahmen durch einen 80mm-Refraktor 
mit H-Alpha-Filter.
M. Dähne

Protuberanz am 11. Mai 2006.
Webcam-Aufnahmen durch einen 
80mm-Refraktor mit H-Alpha-Filter.
M. Dähne


Rückblick: Sonnenfinsternis vom 29. März

Am 29. März traf wieder einmal der Mondschatten die Erde, so dass in Mitteleuropa eine Partielle Sonnenfinsternis eintrat. Die Sonne wurde dabei vom Mond etwa zur Hälfte verdeckt.

Der Weg des Mondschattens auf der Erde begann in Brasilien, verlief weiter über den Atlantik, Afrika, das Mittelmeer und die Türkei bis nach Zentralasien. 
Beobachter, die sich auf diesem Pfad befanden, konnten eine Totale Sonnenfinsternis verfolgen, die mit bis zu 4 Minuten Länge fast doppelt so lang dauerte wie die Totale Finsternis von 1999, die auch über Deutschland verlief.
 
Bild unten: Astronauten der ISS fotografierten den Mondschatten bei der türkischen Mittelmeerküste.


Die Sonnenfinsternis in Passau

Wolken trübten vielerorts den Blick auf die partiell verfinsterte Sonne.


Ausschnitt der partiell verfinsterten Sonne; 
am rechten Rand ist eine Protuberanz zu erkennen. 
Die schwarze Fläche oben ist der Mond. 
Aufgenommen auf der Sternwarte Passau.
R. Klemm


Die Sonnenfinsternis in der Totalitätszone

Perfektes Wetter herrschte an der türkischen Mittelmeerküste am Tag der Finsternis - die Schleierwolken, die vereinzelt aufzogen, waren dünn genug, um den Blick auf die Sonne nicht zu stören. 

Zahlreiche SoFi-Begeisterte waren an die türkische Riviera gereist, um am Strand oder direkt in der Hotel-Anlage zu beobachten und zu fotografieren. Mit speziellen Finsternisbrillen und mit Sonnenfiltern ausgerüsteten Ferngläsern und Teleskopen wurde die 1. Partielle Phase verfolgt, bei der sich der Mond vor die Sonne schob. 

Nach mehr als einer Stunde - das Licht war schon merklich schwächer und fahler, die Schatten auf dem Boden schärfer geworden - wurde es ernst: Die Venus war bereits im Südwesten zu sehen, die Sonnenfilter wurden entfernt, und die Korona, die 'Atmosphäre' der Sonne, wurde sichtbar und bildete zusammen mit dem letzten grellen Lichtstrahl der Sonne einen Diamantring am Himmel. Dazu erzeugten mancherorts die dünnen Schleierwolken einen Halo um Sonne und Mond, was der Szenerie zu noch mehr Dramatik verhalf. 

Dann endlich, um 13h55 Ortszeit, begann die Totalität - es war dunkel und am Himmel stand die 'Schwarze Sonne', umgeben von dem Strahlenkranz der Korona. Im Fernglas bot sich ein unvergleichlicher Anblick, wie ihn kein Foto wiedergeben kann: Unzählige feine Strukturen in der Korona, dazu rot leuchtende Protuberanzen, Gasschwaden, die wie Flammen über die Sonnenoberfläche aufsteigen. Am Horizont, in der Ferne, ein oranges Leuchten - dort scheint die Sonne.

Nach 3 Minuten und 45 Sekunden ist alles vorbei: Erneut ein Diamantring, die Sonne blitzt hervor und die Korona verblasst - der Schatten des Mondes zieht weiter nach Nordwesten. Kurz darauf hört man wieder die ersten Vögel singen. Die 2. Partielle Phase endet um 15h13.

Einige Mitglieder der Volkssternwarte Passau verfolgten das Spektakel in der Nähe von Side, östlich von Antalya, exakt auf der Zentrallinie, wo die Finsternis am längsten dauerte. Ein Mitglied begab sich in die Libysche Wüste.


'SoFi'-Reisegruppe in der Libyschen Wüste.
R. Sitter


Bilder von H. Thiele, aufgenommen in Side/Türkei:
(Kamera: Canon EOS 300D, 
Objektiv: Sigma 100-300mm mit 2fach-Konverter)
 
Die 1. Partielle Phase: Der Mond schiebt sich von rechts unten kommend vor die Sonne. Am linken Sonnenrand sind einige Sonnenflecken zu erkennen. 

 
Kurz vor der Totalität: Die Sonne ist zu einer schmalen Sichel geschrumpft, die Temperatur auf der Erde ist inzwischen merklich gesunken.

 
Das letzte Licht: Jetzt ist der Moment, in dem die Sonnenfilter von den Teleskopen und Objektiven entfernt werden. 

 
Der Strahlenkranz der Sonne: Die Korona ist das spektakulärste Phänomen, das man bei einer Totalen Sonnenfinsternis beobachten kann. Sie ist die mehrere Millionen Grad heisse äussere Atmosphäre der Sonne. 

 
Über mehrere Sonnendurchmesser lässt sich die Korona am Himmel verfolgen. Magnetfelder formen faszinierende Strukturen.

 
Der Diamantring-Effekt: Wenn die Korona noch sichtbar ist, jedoch der erste grelle Lichtstrahl der Sonne den Beobachter erreicht, steht für wenige Sekunden ein prächtiger 'Diamantring' am Himmel.

 


Bilder von M. Dähne, aufgenommen in Kumköy/Türkei:
 
 


Montage der 1. Partiellen Phase und der Totalität.
M. Dähne


Kurz vor der Totalität: Dünne Schleierwolken erzeugen 
einen Halo (v.a. rechts von der Sonne zu erkennen).


Während der Totalität: Die Korona erstrahlt um die verfinsterte Sonne. 
Der Horizont leuchtet orangerot. 
Rechts im Bild ist die Venus zu sehen.


Einzelbilder einer Videosequenz.
Das linke Bild zeigt die Lichtverhältnisse ca. 40 Sekunden vor, das
rechte Bild während der Totalität.
Aufgenommen mit einer Olympus-Digitalkamera.
M. Dähne


Totale Halbschattenfinsternis des Mondes vom 14./15. März


Halbschattenfinsternis am Morgen des 15. März.
Fotografiert mit einer Digitalkamera mit 10fach-Zoom.
M.Dähne


Saturn
 

Saturn am 24. Januar 2006.
Fotografiert mit einer Webcam an 
einem 20cm-SC-Teleskop.
M.Dähne

Saturn mit seinen grössten 
Monden.
Fotografiert mit einer Webcam an 
einem 20cm-SC-Teleskop.
M.Dähne


Saturn bei dem Sternhaufen M 44.
Fotografiert am 24.1.2006 mit einer Digitalkamera.
M.Dähne


Mars


Mars und Mond.
Am 8. Januar 2006 zog der Mond nahe am Mars vorbei.
Aufgenommen mit Digitalkamera und Teleobjektiv.
W. Dobler

 



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